Lexikon

Chondropathie

Chondropathie ist in der Medizin der Oberbegriff für pathologische Veränderungen des Gelenkknorpels. Derartige Veränderungen können durch eine Vielzahl von Ursachen entstehen. Sie können beispielsweise (post-)traumatisch, degenerativ oder entzündlich bedingt sein.

  • Grad 0: (normal) gesunder Knorpel
  • Grad 1: der Knorpel hat eine weiche Stelle oder Blasen
  • Grad 2: kleinere Risse sind im Knorpel sichtbar
  • Grad 3: Schädigungen (Läsionen) haben tiefe Spalten hinterlassen (über 50% der Knorpelschicht)
  • Grad 4: der Knorpelriss zeigt den darunter liegenden (subchondralen) Knochen

Vor allem in den Graden 0-2 kann Physiotherapie einen grossen positiven Einfluss auf den Zustand des Knorpels haben, aber auch in den späteren Stadien lassen sich die Beschwerden gut mit physiotherapeutischen Interventionen und spezifischen Übungen lindern.

Die häufigste Form der Chondropatie ist die Chondropatia Patellae, auch femoropatelläres Schmerzsyndrom genannt, welches sich zwischen Kniescheibe und Kniegelenk manifestiert. Dieses Syndrom ist am häufigsten bei jungen Menschen anzutreffen und lässt sich gut mit gezielter Trainingstherapie (MTT) und manualtherapeutischen Massnahmen behandeln, wodurch eine Reduktion der Beschwerden bis hin zur vollständigen Symptomfreiheit möglich ist.