Lexikon

Schwindel

Schwindel ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit. Die Ursachen sind sehr vielfältig:

Ein schwimmendes Steinchen (Kristalle) im Innenohr können Lagerungsschwindeln verursachen, welches die häufigste Schwindelform ist. Typischerweise werden die Symptome ausgelöst durch Seitenlage auf das betroffene Ohr oder durch Rückwärtsbewegung des Kopfes.

Der Lagerungsschwindel tritt im Allgemeinen kurz auf und verschwindet innert 5-10 Sekunden wieder, dauert aber maximal eine Minute, und kann mit Übelkeit verbunden sein. Der Lagerungsschwindel hat die besondere Eigenschaft, dass er schwächer wird, wenn die auslösende Handlung wiederholt wird. Der speziell ausgebildete Physiotherapeut kann mit einem Manöver die Steinchen im Innenohr wieder an die richtige Stelle schütteln, was eine rasche Heilung ermöglicht. Im Grossteil der Fälle entschwindet der Lagerungschwindel zunehmend im Laufe einiger Wochen.

Migräne, Anomalie der Halsarterien oder Epilepsie können Drehschwindel verursachen. Eine Drehschwindelattacke dauert einige Sekunden oder Minuten, ist begleitet von Nystagmus (d.h. unwillkürlichen Augenbewegungen in der Horizontalen) und einer Fallneigung, evtl. tritt auch Übelkeit auf.

Akute Innnenohrbeschädigungen, Entzündung des Vestibularisnervs, Kleinhirntumor, Hirnstammbeschädigungen und andere Krankheiten im Bereich des Kopfes können Anhaltender Drehschwindel über Stunden oder Tage mit Nystagmus, Fallneigung und häufiger Übelkeit und Erbrechen verursachen.

Schädigung des Kleinhirns, Epilepsie, chronische Innenohrdefekt, Vergiftungen, neurologische und psychologische Erkrankungen sowie Erkrankungen des peripheren Nervensystems (Polyneuropathie) können Ursachen vom Benommenheitsschwindel und Schwankschwindel sein.

Dieser Schwindel ist meist gekoppelt mit Stand- und Gangunsicherheit mit oder ohne Nystagmus, meist ohne Übelkeit. Es besteht auch eine Fallneigung in verschiedene Richtungen je nach Ursache.

Funktionell benigner Schwindel unklarer Ursachen” wird durch verschiedene Störungen in unterschiedlichen Bereiches des Kopfes, des Ohrs, des Nackens und z.T. der oberen Brustwirbelsäule hervorgerufen, wie beispielsweise durch:

  • Durchblutungsstörung, Anomalien, Operationen,
    Entzündungen und etc. vom Innenohr
  • Angeborene Schädigungen der HWS (Rheumatische
    Arthritis, Instabilität bei Down Syndrom)
  • Unfälle wie Schleudertrauma, Brüche der oberen
    Halswirbel, chronische verspannte Muskulatur,
    eingeschränkte Beweglichkeit der oberen Kopfgelenke
  • Operationen, Narben im Bereich der
    Halswirbelsäule/Kopf und Hals
  • Gehirn Tumor oder verschiedene Gefässmissbildung
  • Schädigung der oberen Brustwirbelsäule
  • Migräneanfälle
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
  • Sehprobleme